Spiel
Zu Beginn der Ausbildung steht die Sensibilisierung sensorischer Fähigkeiten, die Wahrnehmung der Außen- und Innenwelt für den Impulsaustausch in der Gruppe im Vordergrund. Die Teilnehmer werden ermutigt die eigenen Grenzen zu überschreiten und lernen eine eigene Spiel-Konstruktion zu entwickeln und zu demontieren, ohne auf Vorgaben wie einen Rollentext zurückgreifen zu müssen. Die Ausbildung umfasst in der ersten Phase Assoziations-, Beobachtungs- und Konditionsübungen; das Aufbauen von Ausgangssituationen und das Komponieren von Vorgängen; das Erstellen eines Charakterprofils; das Erlangen eines Gefühls für die Bühne als Spiel-Raum u. s. w. Der rhythmisch-ästhetische Umgang mit Sprache sowie das Ausfüllen der Sätze mit emotionalem Subtext stellen einen weiteren Trainingsbereich dar. Hiervon ausgehend werden im Laufe der Ausbildung die Techniken vertieft und in konkreten Schauspiel-Projekten (Projektklassen) in die Praxis umgesetzt. Camera Acting bildet einen weiteren Schwerpunkt in der fortgeschrittenen Ausbildung, das mit dem selbständigen Erarbeiten sowie dem Mitwirken an verschiedenen Gemeinschaftsprojekten und deren Aufführung endet.
Der Bereich Spiel untergliedert sich in die Fächer Schauspiel und Improvisation, die jeweiligen Projektklassen, Camera Acting, sowie jährlich wechselnde zusätzliche Schwerpunkte. Einen Grundsatz im Unterricht der theakademie bildet die Verflechtung, die der tatsächlichen Komplexität entspricht. Die Teilnehmer lernen, das Schauspiel als einheitliches Ganzes zu erfahren und sich in diesem Prozess optimal einzubringen. Spiel als Hauptfach ist der Bereich, in dem alle Teilbereiche, Bewegung, Musikalität, Spielraum, Sprache, Reflexion, harmonisch zusammengeführt werden.
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