Theater als Raumdramaturgie
Darsteller und Zuschauer teilen einen gemeinsamen physischen Raum, das Theater. Dieser Raum verschränkt sich mit dem imaginären Raum des Stückes, der von den Darstellern durch ihr Spiel erzeugt wird. Konzeption und Umsetzung einer Inszenierung in einem wohl definierten Raum sind die beiden Seiten einer Medaille, deren Handhabung die Aufgabe des Regisseurs darstellt. Je differenzierter ein Regiekonzept den Anforderungen des Aufführungs-Raumes gerecht wird, desto brauchbarer ist es als Arbeitsgrundlage der Inszenierung. Raumdramaturgie ist genau das geschickte Spiel mit den hypothetischen Möglichkeiten des Spielraums.
Einen Grundsatz im Unterricht der theakademie bildet die Verflechtung, die der tatsächlichen Komplexität entspricht. Die Teilnehmer lernen, das Schauspiel als einheitliches Ganzes zu erfahren und sich in diesem Prozess optimal einzubringen. Die Regisseure üben die Koordination der verschiedenen Ebenen dieses Prozesses.
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