Grundlagen der Regie
Die Koordination bewusster Fertigkeiten und unbewusster, intuitiver Impulse setzt die Phantasie der Regisseure, und damit der jeweiligen Truppe, frei. Die Vertrautheit mit den handwerklichen Gegebenheiten des Inszenierens steht für Regisseure neben dem Umgang mit den eigenen emotionalen und energetischen Ressourcen. Regisseure müssen ein deutliches Gefühl für den Rhythmus der Proben und der Inszenierung als solcher entwickeln. Weil Regisseure gewissermaßen die Kapitäne auf dem Schiff der Inszenierung sind, bleibt ihnen im Alltag des Theaters keine Zeit, ihre Befindlichkeit und den Sinn ihres Tuns zu reflektieren. Grundlagen der Regie ist der Bereich, in dem diese Dimension fokussiert wird.
Gleichzeitig entwickeln die Teilnehmer ihr grundsätzliches Regieschema: der Prozess der Inszenierung ist bei aller Offenheit ein zielgerichtetes Unternehmen, das objektive Abläufe vorgibt. Freiheit entsteht in der Regie durch die geschickte Gliederung dieses Vorgangs. Einen Grundsatz im Unterricht der theakademie bildet die Verflechtung, die der tatsächlichen Komplexität entspricht. Die Teilnehmer lernen, das Schauspiel als einheitliches Ganzes zu erfahren und sich in diesem Prozess optimal einzubringen. Regisseure üben den vorgreifenden Blick auf die Notwendigkeiten dieses Prozesses.
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